Aufruf zur 134. Jahresversammlung des VndS, 6. bis 9. Juni 2022, Dortmund

Liebe Mitglieder der IGDD,

das Schwerpunktthema der 134. Jahresversammlung des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung vom 6. bis zum 9. Juni 2022 in Dortmund lautet „Niederdeutsch in der Stadt“. Vortragsvorschläge sind bis zum 1. November willkommen, nähere Informationen bietet der anhängende Call for Papers!

Herzliche Grüße sendet aus Flensburg

Robert Langhanke

Tagungsufruf 134. Jahresversammlung des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung 2022_11. 8. 2021

134. Jahresversammlung des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung
Dortmund, 6. bis 9. Juni 2022

Call for Papers

Niederdeutsch in der Stadt

Die Rolle des Niederdeutschen im urbanen Raum in Vergangenheit und Gegenwart ist
Gegenstand der 134. Jahresversammlung des Vereins für niederdeutsche Sprachfor-
schung in Dortmund. Diese Thematik soll sowohl aus (variations-)linguistischer als auch
aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive betrachtet werden – sowohl
synchron als diachron. Im Fokus sollen dabei unter anderem die Funktionen der nieder-
deutschen Sprache in urbanen Kontexten und die Stadt als Ort von Sprachkontakt- und
Konvergenzprozessen stehen.
Sprachhistorisch betrachtet übernimmt das Niederdeutsche im Hansebund eine be-
sondere Rolle als Verkehrssprache eines Netzwerkes bedeutender Städte in Nordeuro-
pa. Als Sprache der städtischen Verwaltung und Wirtschaftsbeziehungen sowie einer
urban geprägten Kultur und Literatur stellt das Niederdeutsche in der Stadt somit ein
facettenreiches Untersuchungsobjekt dar.
Aus einer Perspektive, die dezidiert den Standpunkt der urbanen Mehrsprachigkeits-
forschung in den Blick nimmt, wäre zu fragen, wie die multilingualen Gesellschaften in
den historischen Hansestädten zu beschreiben sind und welche Rolle das Niederdeut-
sche dabei spielt. Daran anknüpfend lässt sich nach niederdeutschen Elementen in jün-
geren bi- und multilingual geprägten urbanen Vernakularsprachen fragen, z. B. Mis-
singsch, Berlinisch, „Ruhrdeutsch“ bzw. generell norddeutsche städtische Um-
gangssprachen und Multiethnolekte.
Aus dialektsoziologischer Perspektive stellt sich in diesem Zusammenhang sowohl
gegenwarts-bezogen als auch historisch die Frage nach dem Potenzial des Niederdeut-
schen und seiner Reflexe in den heutigen hochdeutschen Varietäten für die Markierung
regionaler bzw. lokaler Identitäten im urbanen Raum.
Es ist sehr willkommen, wenn hierfür vielfältiges Quellenmaterial genutzt wird, d. h.
neben gesprochener/geschriebener Alltagskommunikation, religiösen und administrati-
ven Gebrauchstexten auch weitere mediale Formen und Genres, wie Film, YouTube-
Videos, Kabarett und Comedy, Graphic Novels sowie traditionellere literarische Formen.
Vortragsvorschläge werden bis zum 1. 11. 2021 erbeten. Bitte senden Sie einen Vor-
tragstitel und ein Abstract im Umfang von maximal 500 Wörtern an den Vorsitzenden
des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung Prof. Dr. Michael Elmentaler (elmenta-
ler@germsem.uni-kiel.de). Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für
Sprache, Literatur und Kultur der Universität Dortmund durchgeführt.
Bis zum Jahresende wird eine Mitteilung darüber erfolgen, ob der Vortragsvorschlag
in das Tagungsprogramm aufgenommen werden konnte. Wir sehen Ihren Einsendungen
mit Interesse entgegen!

Kiel und Dortmund, 11. 8. 2021

Der Vorstand des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung

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