Professur Germanische Philologie, Universität Zürich

An der Universität Zürich ist auf den 1. August 2019 eine Professur für Germanische Philologie zu besetzen. Die zukünftige Stelleninhaberin bzw. der zukünftige Stelleninhaber soll einen herausragenden Forschungsausweis in der germanistischen Sprachgeschichte und Dialektologie (vorzugsweise mit Bezug auf die Deutschschweiz) haben. Sie bzw. er soll mit ihren bzw. seinen Arbeiten das Interesse und die Fähigkeit dokumentieren, die Germanische … Weiterlesen…

Dissertation online: „Pronominale Partitivität: Arealität und Mikrovariation einer morphosyntaktischen Variable in den Varietäten des Deutschen“

Diese Untersuchung beschäftigt sich mit der Morphosyntax pronominaler Partitivanaphern im kontinentalwestgermanischen Dialektkontinuum im Allgemeinen und im deutschen (insbesondere hessischen) Sprachraum im Speziellen. Schwerpunkte sind dabei die sprachgeografische Verteilung, die morphosyntaktische Variation und die strukturelle Analyse pronominaler Ausdrucksmittel der unbestimmten Teilmenge. Es werden traditionell dialektologische Erkenntnisinteressen (Raumstruktur syntaktischer Variablen und Verlauf syntaktischer Isoglossen) mit Fragestellungen der (theoretisch orientierten) Syntaxforschung verbunden. Außerdem erfolgt erstmals eine wirklich sprachübergreifende Behandlung der verschiedenen Systeme pronominaler Partitivität, zum einen innerhalb der (West-)Germania, zum anderen durch den Einbezug (zentral-)romanischer Sprachen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf der Mikro- und Mesoebene herauszuarbeiten. Die gewählte Methode ist nicht nur kontrastiv, sondern auch geolinguistisch fundiert, insofern als morphologische Formen und syntaktische Variation im Raum abgebildet werden, wodurch nicht zuletzt auch interessante Korrelationen und Anti-Korrelationen in den Daten bestätigt bzw. entdeckt werden konnten.

Nach einer Gegenstandsbestimmung der morphosyntaktischen Variable und ihrer Varianten (Inventarisierung und Typisierung) sowie des Variationsrahmens (areal-horizontal, vertikal, morphosyntaktisch, historisch, idiolektal etc.) wird zunächst das DFG-Projekt „Syntax hessischer Dialekte“ (SyHD) vorgestellt, das die empirische Basis zur Untersuchung lieferte. Dabei werden generelle und spezifische Fragen der Datengewinnung (multivariate Methode mit indirekten und direkten Elementen) sowie der Datenanalyse und -interpretation (Instrument der Kartierung) diskutiert. Den Hauptteil der Arbeit bildet die diatopische, diachrone und distributionell-syntaktische Variation der Systeme pronominaler Partitivität. Als die vier Hauptstrategien zum Ausdruck partitiv-anaphorischer Referenz innerhalb des deutschsprachigen Gebiets finden sich das konservative System versteinerter Pronominalgenitive wie „(d)(e)r(e)“, „s(e)n“ und „es“ (vor allem in einem mitteldeutschen Streifen und randdialektal) – Relikte eines ehemals umfassenderen genitivbasierten Systems der Partitivität -, das sprachgeschichtlich junge und typologisch auffällige indefinit-partitive Pronomen „welch-„/“we(l)k-“ (im Nieder-/Norddeutschen und in der Standardsprache) sowie schließlich die innovativen Systeme der Null-Anapher (im Alemannischen bzw. Südwesten) und des generalisierten Indefinitpronomens „ein-“ (im Bairischen bzw. Südosten). Wenngleich sich diese areale Distribution im zentral gelegenen und daher unter dem Einfluss nahezu aller Strategien stehenden Hessen als Kleinraum bestätigt – mit Ausnahme der weitgehenden Abwesenheit des „ein“-Systems -, so zeigen sich doch einige überraschende Ergebnisse wie beispielsweise ein kategorialer Unterschied nach Numerus und zum Teil Genus bei der Vitalität der Genitivpartikeln. Sprachhistorisch können zwei Arten von Wandel beim Genitiv-System identifiziert werden: systeminterne Veränderungen (durch Merkmals- oder Formverlust) und systemexterne Verdrängungsprozesse (durch Ausbreitung der innovativen Ausdrucksformen, was in einem Dialekt bzw. intraindividuell zu konkurrierenden oder Mischsystemen führen kann). Darüber hinaus sind mit Blick auf die Art und Weise der Veränderungen für Sprachwandelprozesse allgemein typische zyklische Abfolgen von Abschwächung und Verstärkung erkennbar. In Bezug auf die syntaktische Distribution werden insbesondere die Genitivanaphern auf ihre Kompatibilität mit nominalen Modifikatoren wie Numeralien/(schwachen) Quantoren, „flektierten“ Zahlwörtern (Schwa), Adjektiven, verschiedenen Arten von Präpositionalphrasen sowie Relativ- vs. Komplementsätzen hin untersucht und – funktional wie formal – mit ihrem niederländischen partitiven/quantitativen Äquivalent „er“ sowie den romanischen, in ein partitives System integrierten Pronomina fr. „en“/it. „ne“ verglichen. Für die deutschen Partitivanaphern ergibt sich daraus Evidenz für zwei unterschiedliche Pronominalisierungsebenen. Abschließend wird das Phänomen in die allgemeine Diskussion um nominale Ellipsen eingebettet (Elision und Pronominalisierung). Aufgrund der Evaluation der in der Literatur diskutierten Lizenzierungsansätze anhand neuer dialektaler und typologischer Daten wird hier ein flexions-/kongruenzbasierter Ansatz favorisiert (Rolle von Adjektivmorphologie bzw. generell von unterschiedlichen Flexionssystemen, etwa im Deutschen vs. Englischen).

PhD student position, Spatio-Temporal Modeling of Dialect Change with GIScience methods

The University Research Priority Program (URPP) Language and Space has a focus on communication, which is inevitably linked to geographical and social space. Choosing a language or regional variety allows us to identify with and distinguish ourselves from others. Understanding these choices, however, is far from straight-forward. The URPP approaches relations between language and space … Weiterlesen…

Tagungsprogramm des Kolloquiums des Forums Sprachvariation und des Nachwuchskolloquiums des VndS

Liebe Kolleginnen und Kollegen, vom 4. bis zum 6. Oktober 2017 finden das achte Kolloquium des Forums Sprachvariation der IGDD und das sechste Nachwuchskolloquium des VndS in Hamburg statt. Das Programm und weitere Informationen finden Sie in anhängender PDF und unter dem folgenden Link: https://www.slm.uni-hamburg.de/germanistik/forschung/veranstaltungen/kolloquium-igdd-und-vnds.html Anmeldungen sind bis zum 4. September per E-Mail an Yvonne … Weiterlesen…

Call for Papers 131. Jahresversammlung des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung: Namenkunde (Kiel, 21.-24. 5. 2018)

Liebe Mitglieder der IGDD, vom 21. bis zum 24. 5. 2018 wird die 131. Jahresversammlung des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung in Kiel stattfinden. Der Tagungsschwerpunkt liegt, auch der Tradition des Tagungsortes entsprechend, auf der Namenkunde – ich habe den entsprechenden Tagungsaufruf angehängt und bitte um vielfältige Beachtung und Weitergabe! Der VndS freut sich auf zahlreiche … Weiterlesen…

Gastprofessur Wien (WS17/18)

Liebe Kolleginnen und Kollegen!   Am Institut für Germanistik der Universität Wien ist für das Wintersemester 2017/2018 eine Gastprofessur für „Germanistische Sprachwissenschaft (Gegenwartsdeutsch)“ ausgeschrieben.   Informationen zur ausgeschriebenen Stelle und zum Bewerbungsverfahren sind auf den Seiten des Jobcenters unter der Kennzahl „7507“ einzusehen:   http://univis.univie.ac.at/ausschreibungstellensuche/   Herzlich grüßt   Alexandra Lenz — Univ.-Prof. Dr. Alexandra … Weiterlesen…

Senior Scientist mit Doktorat (Ersatzkraft)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,   im Namen von Univ.-Prof. Dr. Monika Dannerer vom Institut für Germanistik der Universität Innsbruck darf ich auf folgende Stellenausschreibung aufmerksam machen:   Link: https://orawww.uibk.ac.at/public/karriereportal.details?asg_id_in=9409   Beschreibung:   Beginn/Dauer: ehest möglich bis 30.09.2019, längstens jedoch bis zur Rückkehr der Stelleninhaberin/des Stelleninhabers Organisationseinheit: Germanistik Beschäftigungsausmaß: Ersatzkraft – 20 Stunden/Woche Hauptaufgaben: Lehre im … Weiterlesen…

Stellenausschreibung Deutsche Sprachwissenschaft (Postdoc) CAU Kiel

Am Germanistischen Seminar der Christian- Albrechts- Universität zu Kiel ist zum 01. April 2018 die Stelle einer/ eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin/ Mitarbeiters (PostDoc) befristet für die Dauer von zunächst drei Jahren zu besetzen. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt die einer/eines entsprechend Vollbeschäftigten (zz. 38,70 Stunden). Das Entgelt richtet sich bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe … Weiterlesen…

2nd CfP: Innsbrucker Winterschool PAL „Akkommodation. Regional – Sozial – Medial“

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich darf auf die verlängerte Deadline für unsere Winterschool „Potenziale der Angewandten Linguistik“ (PAL) aufmerksam machen. Die PAL wird dieses Jahr zum zweiten Mal stattfinden (23.11.-25.11.2017 im Universitätszentrum Obergurgl/Tirol). Das übergeordnete Thema ist diesmal „Akkommodation. Regional – Sozial – Medial“. Mit dieser Winterschool wollen wir zum einen den interdisziplinären Austausch zum … Weiterlesen…

Ausschreibung von Plätzen/Stellen im Doktoratsprogramm in Verona

Liebe Kolleg/inn/en, darf ich Sie/Euch bitten, gute forschungsinteressierte M.A.-Absolventen auf die Ausschreibung von insgesamt 7 mit Stipendien dotierten Plätzen im Doktorat für Fremdsprachige Literaturen, Sprachen und Linguistik der Universität Verona aufmerksam zu machen? Es handelt sich um ein strukturiertes Doktoratsprogramm (vergleichbar deutschen Graduiertenschulen) mit einer Dauer von drei Jahren. Das Stipendium beträgt ca. 1100,- pro … Weiterlesen…