Neue Publikation zur Marktsprache der Pferde- und Viehhändler in Norddeutschland

Klaus Siewert „Hebräisch“ Die Marktsprache der Pferde- und Viehhändler in Norddeutschland Wörterbuch. Analysen. Dokumente Geheimsprachen Verlag, 218 S., 26 €. ISBN: 978-3-947218-01-1   Das Buch nimmt den Leser mit in die geheime Sprachwelt der Pferde- und Viehhändler. Es beruht auf Befragungen von Gewährsleuten dieser Sondersprache, der Auswertung historischer Quellen und zeitgenössischer Zuschriften nach Suchrufen in … Weiterlesen…

Neuerscheinungen aus der IGDD

Liebe Kolleg.innen und Freund.innen, heute darf ich Euch und Sie auf zwei Neuerscheinungen aus der Gesellschaft hinweisen, die in den letzten Tagen erschienen sind und die vielfältigen Aktivitäten der Gesellschaft dokumentieren. Es handelt sich zum Einen um den Hauptband zur letzten Tagung in Luxemburg (2015), zum Anderen um einen leicht verspäteten Sammelband zur Tagung des … Weiterlesen…

Dissertation online: „Pronominale Partitivität: Arealität und Mikrovariation einer morphosyntaktischen Variable in den Varietäten des Deutschen“

Diese Untersuchung beschäftigt sich mit der Morphosyntax pronominaler Partitivanaphern im kontinentalwestgermanischen Dialektkontinuum im Allgemeinen und im deutschen (insbesondere hessischen) Sprachraum im Speziellen. Schwerpunkte sind dabei die sprachgeografische Verteilung, die morphosyntaktische Variation und die strukturelle Analyse pronominaler Ausdrucksmittel der unbestimmten Teilmenge. Es werden traditionell dialektologische Erkenntnisinteressen (Raumstruktur syntaktischer Variablen und Verlauf syntaktischer Isoglossen) mit Fragestellungen der (theoretisch orientierten) Syntaxforschung verbunden. Außerdem erfolgt erstmals eine wirklich sprachübergreifende Behandlung der verschiedenen Systeme pronominaler Partitivität, zum einen innerhalb der (West-)Germania, zum anderen durch den Einbezug (zentral-)romanischer Sprachen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf der Mikro- und Mesoebene herauszuarbeiten. Die gewählte Methode ist nicht nur kontrastiv, sondern auch geolinguistisch fundiert, insofern als morphologische Formen und syntaktische Variation im Raum abgebildet werden, wodurch nicht zuletzt auch interessante Korrelationen und Anti-Korrelationen in den Daten bestätigt bzw. entdeckt werden konnten.

Nach einer Gegenstandsbestimmung der morphosyntaktischen Variable und ihrer Varianten (Inventarisierung und Typisierung) sowie des Variationsrahmens (areal-horizontal, vertikal, morphosyntaktisch, historisch, idiolektal etc.) wird zunächst das DFG-Projekt „Syntax hessischer Dialekte“ (SyHD) vorgestellt, das die empirische Basis zur Untersuchung lieferte. Dabei werden generelle und spezifische Fragen der Datengewinnung (multivariate Methode mit indirekten und direkten Elementen) sowie der Datenanalyse und -interpretation (Instrument der Kartierung) diskutiert. Den Hauptteil der Arbeit bildet die diatopische, diachrone und distributionell-syntaktische Variation der Systeme pronominaler Partitivität. Als die vier Hauptstrategien zum Ausdruck partitiv-anaphorischer Referenz innerhalb des deutschsprachigen Gebiets finden sich das konservative System versteinerter Pronominalgenitive wie „(d)(e)r(e)“, „s(e)n“ und „es“ (vor allem in einem mitteldeutschen Streifen und randdialektal) – Relikte eines ehemals umfassenderen genitivbasierten Systems der Partitivität -, das sprachgeschichtlich junge und typologisch auffällige indefinit-partitive Pronomen „welch-„/“we(l)k-“ (im Nieder-/Norddeutschen und in der Standardsprache) sowie schließlich die innovativen Systeme der Null-Anapher (im Alemannischen bzw. Südwesten) und des generalisierten Indefinitpronomens „ein-“ (im Bairischen bzw. Südosten). Wenngleich sich diese areale Distribution im zentral gelegenen und daher unter dem Einfluss nahezu aller Strategien stehenden Hessen als Kleinraum bestätigt – mit Ausnahme der weitgehenden Abwesenheit des „ein“-Systems -, so zeigen sich doch einige überraschende Ergebnisse wie beispielsweise ein kategorialer Unterschied nach Numerus und zum Teil Genus bei der Vitalität der Genitivpartikeln. Sprachhistorisch können zwei Arten von Wandel beim Genitiv-System identifiziert werden: systeminterne Veränderungen (durch Merkmals- oder Formverlust) und systemexterne Verdrängungsprozesse (durch Ausbreitung der innovativen Ausdrucksformen, was in einem Dialekt bzw. intraindividuell zu konkurrierenden oder Mischsystemen führen kann). Darüber hinaus sind mit Blick auf die Art und Weise der Veränderungen für Sprachwandelprozesse allgemein typische zyklische Abfolgen von Abschwächung und Verstärkung erkennbar. In Bezug auf die syntaktische Distribution werden insbesondere die Genitivanaphern auf ihre Kompatibilität mit nominalen Modifikatoren wie Numeralien/(schwachen) Quantoren, „flektierten“ Zahlwörtern (Schwa), Adjektiven, verschiedenen Arten von Präpositionalphrasen sowie Relativ- vs. Komplementsätzen hin untersucht und – funktional wie formal – mit ihrem niederländischen partitiven/quantitativen Äquivalent „er“ sowie den romanischen, in ein partitives System integrierten Pronomina fr. „en“/it. „ne“ verglichen. Für die deutschen Partitivanaphern ergibt sich daraus Evidenz für zwei unterschiedliche Pronominalisierungsebenen. Abschließend wird das Phänomen in die allgemeine Diskussion um nominale Ellipsen eingebettet (Elision und Pronominalisierung). Aufgrund der Evaluation der in der Literatur diskutierten Lizenzierungsansätze anhand neuer dialektaler und typologischer Daten wird hier ein flexions-/kongruenzbasierter Ansatz favorisiert (Rolle von Adjektivmorphologie bzw. generell von unterschiedlichen Flexionssystemen, etwa im Deutschen vs. Englischen).

Dokumentationsprojekt „Geheimsprachen in Westfalen“ abgeschlossen. Band 3 erschienen

Liebe Kolleg*innen von der IGDD, im Namen unseres Mitglieds Klaus Siewert darf ich Euch & Sie auf folgende Neuigkeit hinweisen: Das Dokumentations- und Forschungsprojekt „Geheimsprachen in Westfalen“ ist nach 25 Jahren Feldforschungen jetzt abgeschlossen worden. Der dritte Band des insgesamt über 1.200 Seiten starken Werkes (Bände I-III) ist soeben erschienen. Grundlage für alle hier erstmals im … Weiterlesen…

Alemannisch im Churer Rheintal

Liebe Kolleginnen und Kollegen Es freut mich, Sie auf meine jüngste Publikation hinzuweisen. Es handelt sich um eine Studie, die die sprachlichen Veränderungen im alemannischen Churer Rheintal in der Schweiz untersucht. Den Daten des SDS werden die Daten von 150 Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegenübergestellt. Aus den lokalen Ortsdialekt-Varianten hat sich in den letzten Jahren … Weiterlesen…

IGDD auf Twitter

Liebe Freunde und Kollegen der IGDD, um die Sichtbarkeit der Gesellschaft weiter zu erhöhen, werden ab sofort die Neuigkeiten dieser Seite auch auf Twitter gepostet. Zudem wird so für Nicht-Mitglieder der Gesellschaft der Zugang zu den Neuigkeiten der Seite erleichtert. Wer uns auf Twitter folgen möchte, findet die IGDD dort unter dem Nutzernamen @igddorg. Fröhliches retweeten und … Weiterlesen…

„Standarddeutsch im 21. Jahrhundert“

Geschätzte Mitglieder der IGDD, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich darf Sie/euch auf folgende Neuerscheinung aufmerksam machen: Alexandra N. Lenz, Manfred M. Glauninger (Hg.) Standarddeutsch im 21. Jahrhundert Theoretische und empirische Ansätze mit einem Fokus auf Österreich   Nähere Informationen dazu gibt es in beiliegendem Flyer bzw. unter folgenden Links: https://www.v-r.de/de/standarddeutsch_im_21_jahrhundert/t-1/1035668/   https://www.v-r.de/de/standarddeutsch_im_21_jahrhundert/t-1/1036513/ Beste Grüße, M. Glauninger Titelinfo_Standarddeutsch

Neuerscheinung „Sprache, Literatur, Raum“

Liebe Mitglieder der IGDD, Anfang Februar wurde Willy Diercks an der Universität Flensburg eine Festschrift mit zahlreichen Beiträgen zur niederdeutschen, friesischen und dänischen sowie hochdeutschen Sprache und Literatur überreicht, die vielfach varietätenlinguistische Zugriffe auf die genannten Themen bietet – daher sei ein kleiner Hinweis auf den Band erlaubt: Im Folgenden werden einige Informationen über seinen … Weiterlesen…